AEAEA
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Description
In alten Zeiten, wenn sich Nebel um ein Schiff legte, war der einzige Weg nach vorne, langsamer zu werden und zuzuhören. Vögel, brechende Wellen, Schiffsklokken, Gongs und Hörner wurden zur neuen Sprache der Navigation, neben Tiefensondierungen, die den Meeresboden mit einer Bleileine abtasteten und seine verborgenen Formen enthüllten. Die Technik hat diese Methoden zwar weitgehend überflüssig gemacht, aber es hat immer noch etwas Faszinierendes, wenn man das Sehen gegen Hören und Fühlen eintauscht. Dieser Wandel steht im Mittelpunkt von AEAEA dem neuen Duo aus Patrick Higgins & Nicolas Jaar und ihrem Debütalbum Mist", einem Album, das fragt: Wie findest du dich zurecht, wenn die Welt um dich herum verschwimmt? Die Anfänge des Duos reichen zurück bis zum Le Guess Who?-Festival 2019, bei dem Higgins als Künstlerkurator fungierte. Benannt nach dem nebligen, mythischen Land der Eichen- und Buchenwälder, wurden die Insel und die sie umgebenden Geschichten zu einer Inspirationsquelle für beide Musiker, die schon lange eine Mischung aus altertümlicher Harmonie und elektronischem Experimentieren bevorzugen. Das Album entsteht aus der Erforschung einer neuen gemeinsamen Sprache durch das Duo, bei der Higgins' Gitarre und Percussion live durch Jaars Echtzeit- Effektketten geleitet werden, wodurch Sampling, Dubbing und Verarbeitung zu eigenständigen Musikinstrumenten werden. Aufgenommen über drei Jahre hinweg in Berlin und in Higgins' Studio im Bundesstaat New York, verwebt Mist" die neblige, intuitive Logik von Bearbeitungsketten und Improvisation in den Kern der Komposition. Die Platte entwickelt eine Reihe melodischer Themen, die aus Higgins' Gitarre hervorgehen und sich in ein Meer aus Elektronik, Percussion und schließlich einem volleren Ensemble aus Keyboards, Orgeln, Schlagzeug und den Cello-Improvisationen der Komponistin Judith Hamann brechen. Die Klanglandschaften von Mist" sind traurig und langsam, mit Tönen, die oft von einem blaugrauen Dunst umhüllt sind. Manchmal nehmen wir Strahlen fernen Lichts wahr, die die Unschärfe durchdringen, doch meist hören wir Echos ferner Ufer, deren Rhythmen es uns vielleicht endlich ermöglichen, ohne zu sehen zu sehen.